Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

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Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  gillover am Fr 14 Mai 2010, 19:51

Ein gewöhnliches Buch ist das auf keinen Fall. Das an die Leser, die zunächst blättern oder vielleicht sogar von hinten anfangen. ... Gegenstand ist ein Briefwechsel mit einem mehrfachen Mörder.

Mehr nachzulesen hier: http://www.kriminalia.de/detail/unsere-neuerscheinung-brieffreundschaft-mit-einem-serienmoerder-von-petra-klages-ab-sofort-lieferbar.html

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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  Admin am Mo 17 Mai 2010, 05:28

Das Buch brauche ich gar nicht lesen, da ich real schon mit einem Mörder schreibe! Cool

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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  gillover am Fr 09 Jul 2010, 17:35

Ist es möglich, dass auch eine Kriminologin hybristophile Neigungen besitzt? Ich denke ja.

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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  Gast am Mo 12 Jul 2010, 13:13

In diesem Fall bin ich hundert pro davon überzeugt, dass diese Frau hybristophil ist, durch und durch, nicht nur irgendwie "veranlagt".
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"Brieffreundschaft"

Beitrag  real-hum am Di 13 Jul 2010, 00:39

Super buch - super rezensionen - wie man von fachmenschen hört.
Hab´s noch nicht gelesen, aber gerad bestellt (hier hat´s wohl keiner gelesen :-)) hier schreibt wohl nur eine - kennt man ja bei neidern :-)) und glücklicherweise der admin.

Bin super gespannt Very Happy Meist liest man ja nur so oberflächliches Zeugs. Oder so´n Quatsch wie hier. Jut, dass das bei dem buch nicht der fall ist, sondern mal n mensch vom Fach - oder eher Fächern :-)) sich damit auseinandersetzt. Die rezensionen waren klasse und dr. mark benecke weiß es ja ganz genau - super buch halt. ich schreib hier mehr, wenn ich es gelesen hab. wenn das buch so ist, wie er schreibt - hut ab - (hab nur gerad keinen :-)

wie jesagt - mehr wenn ich´s gelesen hab
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Kriminalkommissare Therapeuten und andere

Beitrag  King L. am Di 13 Jul 2010, 10:15

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Wenn das so ist, sind aber verdammt viele Autoren wie Harbort, Olsen, Müller u. u. u. (Kriminalkommissare, Therapeuten und so :-) hypo - Ihr wisst schon ... und auch noch polygam :-)) Lustige Idee Very Happy aber irgendwie ziemlich abwegig cheers
Das Buch jedenfalls ist super klasse Laughing

Hier eine Rezension:

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Innenansicht eines Täters durch echten Briefdialog, 3. Mai 2010
Von Mark Benecke "Mark Benecke" - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Brieffreundschaft mit einem Serienmörder (Gebundene Ausgabe)
"Ein Buch, das erschüttert!", so steht auf dem Einband des Buches, und dabei handelt es sich um mehr als nur einen verkaufssteigernder Spruch.

Denn im Gegensatz zu vielen Büchern, die von Serienmördern handeln und meist Außenansichten und Analysen präsentieren, besteht dieses Buch zum Großteil aus Schilderungen des Täters selbst. Hier hingegen lernt der Leser den Täter so kennen, wier er ihn aufgrund von Boulevardzeitungsberichten so nicht erwarten würde: Als Menschen mit Gedanken, Gefühlen und Meinungen -- wie andere Menschen auch.

Fernseh- und Zeitungsberichte über Serien-Verbrechen stellen die Täter oft als Gruselmonster dar und vermitteln den Konsumenten das bequeme Gefühl, hierbei handele es sich um Kreaturen, die nichts mit normalen Menschen gemein hätten. Wie schmal die Grenze zwischen Menschen, die für viele unvorstellbar grausame Taten begehen, und denen, die dies nicht tun, in Wirklichkeit ist, das wird dem Leser durch die sehr plastischen Erlebensschilderungen des Täters in Klages' Buch unmittelbar deutlich.

Da es sich um einen reinen, echten Brief-Dialog zwischen der Autorin und dem Täter handelt, meint der Leser, mit dem Täter persönlich zu sprechen. Seine Schilderungen von Erinnerungen und Gefühle, von alltäglichen Problemen und Gedanken zu verschiedenen Themen lassen ihn als menschliches Gegenüber erscheinen -- ein Gegenüber mit Stärken und Schwächen, mit sympathischen und unsympathischen Eigenschaften.

Das Grauen, welches sich in seinen sexuellen Phantasien und Taten zeigt, steht hier eingebettet in das Gesamtbild eines Menschen, der selbst Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit wurde, der Ehemann, Vater, Arbeitskollege und Nachbar war. Kein tobendes Monster aus einer dunklen Höhle, sondern ein in die Gesellschaft gut integrierter Mann. Ein Mann, der von außen nicht von anderen unterscheidbar war. Und das nicht, weil er sich perfekt tarnte, sondern weil große Anteile seines Erwachsenenlebens eben normal waren.

Eine unbequeme Einsicht, denn wer möchte sich vorstellen, dass der eigene Mann, Bruder, Vater oder beste Freund eine dunkle Seite in sich tragen kann, die sich der Vorstellungskraft der meisten Menschen - zum Glück - vollkommen entzieht. Es gehört zum Wesen des Menschen, seine Umgebung als halbwegs stabil und einschätzbar erleben zu wollen -- wie anders könnten Menschen ihre täglichen Aufgaben erfüllen? Hierzu gehört auch der Glaube daran, dass es auf der Welt gute und böse Menschen gibt und dass man selbst und die nächsten Angehörigen in der Regel zu den Guten gehören. Diese Grundüberzeugung wird von Klages Buch zumindest teilweise ins Wanken gebracht.

Sehr plastisch kann der Leser miterleben, wie am Ausgangspunkt der Geschehnisse ein normales, wenn auch vernachlässigtes Kind steht. Teilweise für den Leser schmerzhaft ungeschönt wird dargestellt, wie aus einem anfangs Zuneigung und Geborgenheit suchendem Kind zunehmend ein Gewalt und Grausamkeit als selbstverständliche und positive Dinge ansehender, Mitleid hingegen als störende und ausschaltbare Eigenschaft erlebender Erwachsener förmlich gezüchtet wird.

Vieles von dem, was der Täter aus seiner Kindheit berichtet, mag dem Leser im wahrsten Sinne des Wortes unvorstellbar erscheinen. Doch die Missbrauchstaten an ihm selbst, von denen der Täter berichtet, sind Dinge, die nachweislich passieren, von denen es umfangreiches Bild- und Filmmaterial auch aus Westeuropa gibt. Dass aus einigen der Opfer später selbst Täter - verschiedener Art - werden, ist ein kriminalistisch und kriminologisch gut untersuchtes Phänomen. Denn außer Frage steht, dass das Erleben von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch in der Kindheit bleibenden Schaden in der Seele eines Menschen hinterlässt.

Genau das versucht Petra Klages mithilfe des ausführlichen Berichtes des Täters zu illustrieren. Mörder werden nicht geboren, sondern gemacht schreibt sie in ihrem Buch, das damit an beispielsweise die Bücher von Paul Moor und Mark Benecke mit Briefen des nach außen ebenfalls gut angepassten Serientäters Jürgen Bartsch steht.

Es geht Klages nicht darum, grausame Handlungen zu entschuldigen, es geht um Erklärungen für das Geschehene. Das Ziel des Buches ist es nicht, dem Täter eine Absolution zu erteilen. Seine traumatischen Erlebnisse stellen eine Erklärung für seine gewalttätigen sexuellen Phantasien dar, doch Phantasien zu haben rechtfertigt nie deren Umsetzung. Das wird im Buch deutlich: Es gab Lebensphasen des Täters, in denen er keine gewalttätigen Verhaltensweisen zeigte, somit also ein Leben ohne ausgelebte Gewalt für ihn über längere Zeiträume durchaus möglich war.

Der Text zeigt, dass sich der Täter in jedem einzelnen Fall für das, was er tat, entschied, und diese getroffenen Entscheidungen werden auch von ihm im Kern nichts gerechtfertigt. Dennoch haben die geschilderten Missbrauchserfahrungen die Entwicklung von Persönlichkeitseigenschaften, die zu den Taten führten -- allem voran die gewalttätigen Phantasien und das Wegfallen von Mitgefühl  -- mit großer Wahrscheinlichkeit stark begünstigt.

Das eigentliche Ziel des Buches wird im Nachwort von Regisseur Gunther Scholz klar formuliert: "Dieses Buch könnte helfen, Fehlentwicklungen schon im frühen Stadium zu erkennen. Vielleicht kann es sogar helfen, künftige Verbrechen zu verhindern  auch wenn man das nie erfahren wird."

Vielleicht wird der ein oder andere Leser durch das Buch sensibilisiert, auffällige Verhaltensweisen eines Kindes in seinem Umfeld wahrzunehmen. Wünschenswert wäre, wenn er dann nicht untätig bleibt, sondern versucht, mit dem Kind ins Gespräch zu kommen und sich eventuell Rat von Beratungsstellen zu holen. Jeder Einzelne kann sich dafür entscheiden, hinzusehen oder wegzuschauen. Was die Folgen des Wegschauens im Falle von Kindesmissbrauch sein können, das wird in Klages' Buch auf ungeschönte, gradlinige und für die Leser zweifellos entsetzliche Weise demonstriert.

Dipl.-Psych. Ewelin Wawrzyniak mit Mark Benecke
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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  Admin am Do 22 Jul 2010, 19:44

Es ist gut möglich das es unter Kriminologen hybristophile Menschen gibt! Ist bei anderen Neigungen ja auch nicht anders und man versucht einen Beruf, wo man besser an das Objekt der Begierde rankommt! :-)

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Wunderschöne Rezension - echt und ehrlich! Und so wahr!!!

Beitrag  Rezensio am Mi 29 Sep 2010, 18:16




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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  Bine am Do 07 Okt 2010, 15:40

Hallo,
man sollte NIEMALS urteilen bevor man sich nicht selbst überzeugt hat! Also entweder Buch lesen und urteilen oder lieber den Mund, bzw. die Finger still, halten.

Gruß Bine
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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  na toll am Sa 23 Okt 2010, 18:47

die rezension von media-mania ist einfach GENIAL!!!!!Danke an Laura!
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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  Admin am Sa 04 Dez 2010, 00:12

Was ist daran bitteschön hybristophil? Gefühle scheint die Frau für den Mann nicht zu haben.

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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

Beitrag  Sigiswal am Do 10 Feb 2011, 15:35

Nein, nur Gefühle für ihren Geldbeutel.
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Mörder

Beitrag  Liebefüralle am Fr 10 Jun 2011, 22:17

Mörder sein, lernt man schon allein durch den Religionsunterricht. Dort wird dargestellt, wie ein angeblich Unschuldiger gepeinigt und schließlich gekreuzigt wird bis zum Tode. Das wird als Religion verkauft und auch bildlich auf Kreuzen sichtbar gemacht. Meistens dann noch mit echt wirkenden Blutströmen, die der Statue herunter laufen. Mit so einer geistigen Einstellung oder geistigen Nährbodens brauchen wir uns nicht zu wundern, warum es soviel Mord auf der Welt gibt. Und dann sind da ja schließlich noch die Politiker, die Soldaten in den Krieg schicken. Da ist Mord ganz plötzlich legal. Mord ist Mord. Vor so einem Staat und Religion kann man keinen Respekt haben. Deshalb bin ich überzeugter Anarchist. Ich bedarf keiner Herrschaft. Ich bin kein Schaf, das man irgendwann zum Schlachten heranzieht.
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Re: Zum Buch: "Brieffreundschaft mit einem Serienmörder".

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